Tageszusammenfassung: Hyundai Ioniq 5 N stellt den Fahrspaß in den Vordergrund, Pontiacs Turbo-Lektion und eine MotoGP-Überraschung auf Phillip Island
Manche Sonntage haben einen roten Faden. Heute? Gefühl statt Zahlen. Der Hyundai Ioniq 5 N setzt neue Maßstäbe, Pontiac hat es mal verpasst, und die MotoGP hat gerade bewiesen, dass Herzblut PS auf einer windigen australischen Klippenküste übertrumpfen kann. Kaffee in der Hand, los geht's!
Hyundai Ioniq 5 N: Fahrspaß ist keine Option
Autocar sprach mit Hyundais Ingenieursspitze, und die Botschaft könnte nicht deutlicher sein: Das Auto muss sich großartig anfühlen, sonst macht es keinen Sinn. Ich hatte jetzt schon einige spritzige Fahrten mit dem Hyundai Ioniq 5 N – über Landstraßen, die aussehen, als wären sie mit Kartoffeln gepflastert, eine kurze Trackday-Session, die sich zu einer längeren ausdehnte – und das Auto vollbringt diese seltene Kunst bei Elektroautos: Es bindet den Fahrer aktiv ein, anstatt ihn abzuschotten. Eine Lenkung, die einem ein Gefühl von Nähe vermittelt. Bremsen, die progressiv zupacken (und ja, es sind echte, hydraulische Bremsen mit starker Rekuperation). Und dieses freche N e-Shift-System, von dem ich erwartet hatte, es zu hassen, aber ehrlich gesagt, tat ich es nicht; die simulierten Hochschaltvorgänge sind mit der Drehmomentmodulation synchronisiert, sodass Hände und Ohr die gleiche Information erhalten.

Auf dem Papier ist es ein echtes Kraftpaket – bis zu 641 PS mit N Grin Boost, 0–100 km/h in knapp über 3 Sekunden –, aber was mich wirklich beeindruckt hat, war sein Fahrverhalten auf holprigen Straßen und bei höherem Tempo. Selbst auf einer unebenen Landstraße blieb die Dämpfung stets straff, und das Heck reagierte präzise, wenn man in der Kurve vom Gas ging. Die Rekuperation erreicht bis zu 0,6 g, doch der Übergang zu den Reibungsbremsen ist so sanft, dass man es kaum bemerkt … bis man merkt, dass man schon seit zwanzig Minuten mit den Fingerspitzen bremst.
Hyundai Ioniq 5 N gegen die üblichen Verdächtigen
| Spezifikation | Hyundai Ioniq 5 N | Kia EV6 GT | Tesla Model Y Performance |
|---|---|---|---|
| Leistung | 601–641 PS (NGB) | 576 PS | ~455–470 PS (geschätzt) |
| 0–60 mph | Niedrige 3er | ~3,4 s | ~3,5 s |
| Batterie (verwendbar) | ~84 kWh | ~77,4 kWh | ~75–82 kWh (geschätzt) |
| EPA-Bereich | ca. 221 Meilen | ca. 206 Meilen | ca. 279–303 Meilen |
| Schnellladen | 800 V; 10–80 % ~18 min | 800 V; 10–80 % ~18 min | 400 V; 10–80 % ~25–30 min |
| Stimmung | Verspielt und gesprächig | Schnell, etwas distanziert | Schnell, klinisch |
- Auf der Rennstrecke bleibt der Hyundai Ioniq 5 N auch nach zehn harten Runden konstant; der Antriebsstrang lässt nicht nach und die Bremsbalance bleibt berechenbar.
- Auf der Autobahn herrscht absolute Stille. Bei 110 km/h kann man die Kinder darüber streiten hören, wer wessen Ellbogen berührt hat.
- Das Laden ist kinderleicht: Dank der 800-V-Ladestation ist der Akku bei warmem Ladezustand in etwa 18 Minuten von 10 auf 80 % geladen. Ich bin an einem regnerischen Sonntag von Ladestation zu Ladestation gefahren und hatte nie das Gefühl, dass die Fahrt anstrengend werden würde.
Kritikpunkte? Ein paar. Das Infotainmentsystem kann in verschachtelten Menüs etwas ruckeln, und die N-Sitze könnten sich nach vier Stunden Fahrt etwas straff anfühlen. Bei forcierter Fahrweise sinkt die Reichweite – wenig überraschend –, aber mit einer Kaffeepause unterwegs ist das kein Problem. Unterm Strich ist die Botschaft der Hyundai-Ingenieure keine leere Marketingfloskel. Es ist ein Produktkonzept, das man förmlich spürt.
Pontiacs Turbo Trans Am: Großartiges Poster, komplizierte Realität
Carscoops hat diese Woche eine Erinnerung wachgerufen: den Pontiac Firebird Trans Am Turbo 4.9 von 1980/81. Die Idee war auf dem Papier genial: Hubraum auf 4,9 Liter reduzieren, Turbo draufsetzen, Abgasnormen unterbieten, den coolen Look beibehalten. Die damaligen Leistungswerte waren gar nicht so schlecht (rund 210 PS anfangs), aber die Realität sah anders aus. Hitzestau lauerte in jeder Kurve im Juli, die Saugrohreinspritzung war empfindlich, und das Dreigang-Automatikgetriebe dämpfte den Ladedruck komplett ab. Vor ein paar Sommern fuhr ich einen gut erhaltenen Oldtimer: Gas geben, bis drei zählen… dann sanft anschieben. Die Vorderachse spürte jedes Gramm der rund 1.680 Kilogramm.

Und trotzdem verteidige ich ihn. Die Ladedruckleuchten auf der Motorhaube sind purer Disco-Style, die Aufkleber absolut ungeniert, und an einem kühlen, trockenen Abend macht der Drehmomentanstieg des Turbos Überholmanöver auf Landstraßen zum Kinderspiel. Wer den Donner eines Muscle-Cars erwartet, wird enttäuscht sein. Wer eine Zeitkapsel mit einem besonderen Clou erwartet, wird jedes Mal lächeln, wenn die Ladedruckleuchten aufleuchten.
Turbo T/A gegen den letzten großen 6.6: Zahlen, nicht Nostalgie
| Spezifikation | 1979 Trans Am 6.6 (W72) | 1980 Trans Am Turbo 4.9 |
|---|---|---|
| Motor | 6,6 l (400 cu in) V8 | 4,9 l (301 cu in) Turbo-V8 |
| PS (SAE netto) | ~220 PS | ~210 PS (1980), ~200 PS (1981) |
| Drehmoment | ~320 lb-ft | ~340–345 lb-ft |
| 0–60 mph (Zeitmessungen) | Hohe 7er – niedrige 8er | ~8–9 Sekunden |
| Übertragung | 4-Gang-Schaltgetriebe verfügbar | Nur Automatik |

Ein paar Besitzer bestätigten mir später dasselbe: Kühl halten, gut warten, und es ist ein toller Cruiser mit einer witzigen Lichtshow. Erwartet man Wunder, zuckt der 79er 6.6 nur mit den Achseln.
MotoGP auf Phillip Island: Raúl Fernández findet Magie, Bezzecchi holt sich ein Podium
Phillip Island ist der Lügendetektor des Motorsports – eisige Brise, schnelle Kurven, kein Entkommen. Autosport berichtet, dass Raúl Fernández einen Überraschungssieg einfuhr, während Marco Bezzecchi wieder auf dem Podium stand. Ich habe selbst schon in Lukey Heights gestanden, als die Möwen über dem Scheitelpunkt kreisten und der Wind die Helme durcheinanderwirbelte; es ist ein Ort, an dem Mut und Reifenschonung mehr zählen als PS-starke Rennwagen. Fernández fuhr seine Ideallinie sauber und seine Nerven blieben kühler als die kühle Meeresluft. So gewinnt man hier.
- Der Außenseiter hat es geschafft: Fernández behielt seine Kontrolle über den Gummi und fand freie Bahn, als andere in Schwierigkeiten gerieten.
- Bezzecchis Selbstvertrauensschub: Ein Fahrer, der den Flow belohnt, und er hatte ihn im Überfluss.
- Nachhall der Meisterschaft: Inselrennen schreiben mehr über den Schwung als über die Mathematik. Dieser Sieg wird auch bei den Überseerennen nachhallen.

Worum geht es also? Der Hyundai Ioniq 5 N trifft den Nagel auf den Kopf.
Wenn es eine Lehre gibt, dann diese: Die schnellste Runde oder die höchste Zahl sind weniger wichtig als das Grinsen auf dem Weg dorthin. Der Hyundai Ioniq 5 N baut dieses Grinsen in seine Grundstruktur ein, Pontiacs Turbo-Exkurs erinnert uns daran, dass die Magie der technischen Daten verpuffen kann, und Phillip Island belohnt immer wieder die mutigsten und geschicktesten Fahrer. Andere Zeiten, dieselbe Wahrheit: Wenn sich Geschwindigkeit gut anfühlt, kommt der Rest von selbst.
Kurzinfos: Hyundai Ioniq 5 N und Freunde
- Hyundai Ioniq 5 N : 641 PS unter der Haube mit NGB, großen Bremsen und einem Fahrwerk, das geradezu zum Spielen einlädt.
- Pontiac Turbo T/A : Kaufen Sie ihn wegen der Geschichte und der Aufkleber; genießen Sie ihn an kühlen Abenden.
- MotoGP : Fernández' Sieg auf der Insel könnte der entscheidende Wendepunkt für das Selbstvertrauen in dieser Saison sein.
Häufig gestellte Fragen
Was hob der Entwicklungschef von Hyundai beim Hyundai Ioniq 5 N besonders hervor?
„Fahrspaß steht an erster Stelle.“ In der Praxis überzeugt der Hyundai Ioniq 5 N mit direkter Lenkung, kraftvollen, abgestimmten Bremsen und einer spielerischen Balance – und nicht nur mit viel Leistung.
Macht der Hyundai Ioniq 5 N im Alltag Spaß oder nur auf der Rennstrecke?
Beides. Im Arbeitsweg ist es erstaunlich angenehm – leise und komfortabel – und auf kurvenreichen Landstraßen macht es richtig Laune. Dank Schnellladefunktion (10–80 % in ca. 18 Minuten) sind auch längere Fahrten problemlos möglich.
Wie schneidet der Hyundai Ioniq 5 N im Vergleich zum Tesla Model Y Performance ab?
Der Ioniq 5 N vermittelt ein direkteres und ansprechenderes Fahrgefühl mit präziserer Lenkung und Bremsen. Der Tesla ist effizienter und hat eine größere Reichweite, fühlt sich aber kühler an.
Warum konnte der Pontiac Trans Am Turbo trotz ordentlicher technischer Daten nicht überzeugen?
Das Wärmemanagement, die Vergaser-Turboaufladung und das ausschließliche Automatikgetriebe dämpften das Ansprechverhalten. Großartige Inszenierung, aber nur mittelmäßige Leistung.
Wer hat in der MotoGP auf Phillip Island überrascht?
Raúl Fernández errang einen herausragenden Sieg, Marco Bezzecchi stand auf dem Podium – typisch Phillip Island: mutig, sauber, unerbittlich.
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